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Donnerstag, 5. November 2015

KONDENsi und SATIONis, zwei Wassertropfen - eine Fortsetzungsgeschichte über den Wasserkreislauf - Teil 4

Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte lesen: hier klicken

Teil 2 der Fortsetzungsgeschichte lesen: hier klicken

Teil 3 der Fortsetzungsgeschichte lesen: hier klicken

„Boah. Ich werde immer fetter“ stöhnt KONDENsi. „Hole dir noch etwas Feuchtigkeit SATIONis, damit wir gleich zusammen plumpsen können. Dein Bauch ist noch nicht dick genug. Ich warte hier auf dich“. „OK.“ ruft SATIONis und verschwindet für ein paar Minuten. Zurück kommt er mit einem fetten Wasserbauch und es strengt ihn an sich an KONDENsi zu lehnen. Doch sie schaffen es. Beide warten auf einen günstigen Luftzug, der sie aus der Kondenswolke pustet, damit sie sich auf die Erde plumpsen lassen können.

„Fuuuhuuuhu“ hören die beiden Wassertropfen und gleichzeitig wehen sie mit einem plötzlichen Ruck aus der Wolke heraus. KONDENsi schaut nach unten zur Erde. „SATIONis, schau nach unten. Da ist unser Vier-Bäume-Wald, wo unser Grundwasserkanal beginnt“. „Juhu, das wird ein großes Vergnügen nach unten zu regnen“ schreit SATIONis. Und da geht es auch schon los. Ihre Wasserbäuche ziehen sie nach unten und mit einer rasenden Geschwindigkeit regnen sie Richtung Erde.


Freitag, 30. Oktober 2015

Der gelbe Laubengel

 Die Natur hält Geschichten für uns bereit. Sie lädt uns ein ihr zuzuhören. Gelingt es uns, hören wir nicht nur .... wir riechen, sehen, fühlen, schmecken ihre Geschichten. Wir können daran teilhaben und eigene kleine Episoden einfügen.
Die Natur unterstützt unsere kleine Episoden.

Eine Sonne aus Blättern. Eine Sonne aus Licht macht sie zu einem besonderen Erlebnis. Ein gelber Farbenrausch. Je mehr Licht sie zu der Geschichte beisteuert je wärmer wird der leichte Herbstwind.

Der Wind treibt gelbe Blätter durch die Herbstluft. Sie schweben oder drehen sich zu Boden. Vor unseren Füßen bleiben sie liegen. Staunen über Farbe und hören der raschelnden Blätter. Klingen rote Blätter anders?

Gedanken und Eindrücke verändern sich. Manchmal von Sekunde zu Sekunde, von Minute zu Minute, manchmal müssen wir Nachts träumen, damit die Geschichte eine Fortsetzung findet.

Es schweben nicht mehr nur gelbe Blätter durch die Luft. Manchmal mischen sich Worte, Gerüche und Gedanken darunter. Die Sonne versetzt uns ins staunen, weil sie sich in einen Engel verwandelt.
Zart wirkt er, doch auch kräftig, leuchtend und groß. Stehen wir vor ihm fangen wir an zu lächeln. Über seine Schönheit. Klare runde Linien und doch mit winzigen Brüchen die unsere Aufmerksamkeit erregen. Er liegt dort. Nicht still, stumm und leise. Er ist da. Das ist Schönheit.

Doch die Natur macht daraus ein Happy End. Winde und Nebel mischen sich unter die Herbstfarben. Das Fallen der Blätter hört sich an wie das Plätschern von Regentropfen. Es ist feucht vom Nebel, spürbarer Nebel und die Geräusche der Blätter. Der Nebel wird dichter. Die Eindrücke bleiben. Die Natur schaltet ihren Licht und Farbenschalter wieder ein. Der Nebel verschwindet und es erscheint ein beeindruckender Engel. Farbenfroh, groß, Rundungen und leuchtendes Gelb, Ordnung und von der Natur gezaubertes Chaos. So scheint es. Nicht nur das Chaos. Vor allem das Gelb und der Engel.